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SPD-Heidelsheim feiert 100-jähriges Bestehen
 
"Stets musste sich das Neue gegen altes Denken durchsetzen"

Dass es überhaupt möglich ist, dieses Jubiläum zu begehen dafür stehen die Namen vieler Frauen und Männer aus
unserem Ort und von außerhalb, denen wir zu vielfachem Dank verpflichtet sind. Trotz widriger Umstände haben sich
die von der Sozialdemokratie überzeugten Menschen nicht davon abhalten lassen, für die Sache der Rechtlosen
und Unterdrückten einzutreten, bisweilen auch verbunden mit hohen persönlichen Risiken. Unorganisiert und ohne
politische Macht zu Beginn der Industriellen Revolution (ca. ab Mitte des 19. Jh.), wurden die Handwerker, Landarbeiter
und Kleinbauern unterdrückt und materiell ausgebeutet. Zwischen Besitzenden und Besitzlosen herrschte eine
unüberbrückbare Kluft. Arbeitszeiten bis zu 15 Stunden täglich wurden den Arbeitern unter härtesten Bedingungen
zugemutet. Die kinderarbeit, vor allem auch Nachtarbeit von Kindern, bereitete den herrschenden Kreisen allenfalls
deshalb Sorge, weil sie befürchteten, später zu wenig taugliche Soldaten zur Verfügung zu haben. Ende des 19.
und Anfang des 20. Jahrhunderts ließen sich dann die Gründungen von Ortsverbänden, die sich dem
sozialdemokratischen Gedanken verschrieben hatten, nicht mehr aufhalten. So auch in Heidelsheim, wo sich im
Mai 1903 der "Sozialdemokratische Verein Heidelsheim" konstituierte. Zivilcourage war für diese mutigen
Heidelsheimer kein Fremdwort. Doch die Anstrengungen nach sozialen Verbesserungen und Demokratisierung
wurden durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges jäh unterbrochen. Die vaterländischen Emotionen waren
stärker als die Solidarität der Arbeiterklasse. Un die nächste Verfolgung bahnte sich alsbald durch die Machthaber
des Nationalsozialismus an. Der Zeitabschnitt zwischen Republik und Diktatur war ein kurzer. 12 Jahre lang gab
es totale Verbote, Verfolgungen, Verhaftungen und Hinrichtungen. Für den Neubeginn in Heidelsheim am 01.12.1945
fanden sich erneut Verfechter der Demokratie zusammen, die den AUftrag der "Altvorderen" weitertrugen und auch
die Arbeit in unserer Gemeinde durch Ihren solidarischen Beitrag bereicherten. Wir, die Verantwortlichen im
Ortsverein Heidelsheim, nehmen die daraus erwachsende Verpflichtungen auf. Schauend auf die Zukunft wünsche
ich, dass die politische Vertrauensarbeit, die Kritik- und Handlungsfähigkeit untereinander erhalten bleibt, um
weiterhin sozialdemokratische Impulse in einer demokratischen Gemeinschaft aussenden zu können. Unser
Handeln soll zum Nutzen unserer Bürgerinnen und Bürger und für unseren Ort sein; für ein liebens- und lebenswertes
Heidelsheim.

Inge Schmidt
Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Heidelsheim